Vermehren

Die Vermehrung von Oregano und Majoran kann durch Samen und Stecklinge erfolgen. Frisch geschnittene Triebe bewurzeln am besten, man kann aber auch Pflanzen aus dem Kühlregal verwenden.

Die Anzucht aus Samen

oregano samen

Beim Oregano handelt es sich um einen Lichtkeimer. Das bedeutet, seine Samen werden nur auf die Erde gelegt, angedrückt, aber nicht damit bedeckt.

Als Substrat eignet sich handelsübliche Anzucht- oder Gemüseerde. Diese Mischungen enthalten in der Regel keine Kunstdünger.

Die Erde hält man feucht aber nicht tropfnass.

Um das Austrocknen der Samen zu verhindern, kann man den Anzuchttopf entweder mit einem Gefrierbeutel abdecken oder ihn ein- bis zweimal täglich besprühen.

Wird er abgedeckt, muss einmal täglich gelüftet werden, damit sich kein Schimmel bildet.

Bei Temperaturen um die 20 °C keimen die ersten Samen nach 4 bis 7 Tagen.

Der Standort für die Aufzucht der Oregano-Sämlinge sollte hell, aber ohne direkte Sommermittagssonne sein. Daran können die Jungpflanzen nach dem Pikieren (Vereinzeln) gewöhnen, wenn sie zwischen 5 und 10 Zentimeter hoch sind.

Stecklinge

oregano stecklinge

Majoran und Oregano mit Stecklingen zu vermehren ist nicht schwierig. Vor dem Pflanzen werden die unteren Blätter entfernt. Als Substrat kann, wie bei der Anzucht aus Samen, Gemüse-, Kräuter- oder Anzuchterde zum Einsatz kommen. Sie hält man die ersten 2-3 Wochen nass und anschließend gleichmäßig feucht.

Bei Temperaturen von 20-25 °C bewurzeln die Stecklinge nach 4 bis 6 Wochen. Der Standort sollte hell, aber ohne direkte Sommermittagssonne sein. An sie können die Jungpflanzen gewöhnt werden, sobald sie neue Blätter ausbilden.

Abdecken muss man den Topf nicht.

Die oben gezeigten Stecklinge stammen übrigens aus dem Kühlregal. Sie haben während der ersten Tage ihre Blätter hängen lassen um sich anschließend wieder zu berappeln.

Werden Schnittkräuter aus dem Supermarkt verwendet, solltem mehrere Triebe gesteckt werden, da nicht alle bewurzeln. Je länger sie dort im Regal lagen, desto niedriger ist die Chance, dass sie anwachsen.

Tipp: Rosmarin, Thymian, Basilikum, Minzen und Melisse können ebenfalls mit Stecklingen vermehrt werden.