Pflege

Obwohl er nicht so trockenheitsverträglich ist wie der Rosmarin oder Thymian, kommt der Oregano mit unserem Klima besser zurecht. Sein Anbau lohnt sich auch aus ökologischen Gründen, er wird nämlich gerne von Hummeln und anderen Wildbienen angeflogen.

Die nachfolgende Anleitung bezieht sich auf die Sorten von Origanum vulgare. Andere Arten können davon abeweichende Ansprüche haben.

origanum wildbiene

Basisinformationen
  1. Standort: sonnig bis halbschattig
  2. Boden: gleichmäßig bis mäßig feucht, etwas Sand, feiner Kies, Lehm
  3. Düngen: Komposterde, organischer Gemüsedünger
  4. Vermehrung: Stecklinge, Samen
  5. Winterhart: ja, je nach Sorte zwischen -10 und -20 °C

Ideal ist ein Standort, der dem Oregano für mindestens 3 Stunden täglich Sonne bietet. Er wächst zwar auch im Halbschatten, das Aroma von sonnig platzierten Exemplaren ist nach meinen Beobachtungen aber intensiver.

Tipp: Topfkräuter aus dem Supermarkt müssen man langsam an die direkte Sonne gewöhnen. Sie kommen direkt aus dem Gewächshaus, wurden schnell hochgezogen und sind nicht abgehärtet.

An den Boden stellt Origanum vulgare er keine besonderen Ansprüche, er kann etwas Humus, Lehm aber auch Sand oder feinen Kies enthalten. Man hält ihn gleichmäßig bis mäßig feucht, austrocknen oder für längere zeit unter Wasser stehen sollte er nicht.

Damit er gut anwachsen kann, muss die ersten Wochen nach dem Pflanzen regelmäßig gegossen werden.

Exgtrem magerer Boden lässt sich durch das Einarbeiten von Blumen- oder Komposterde mit Nährstoffen anreichern.

oregano blüten

Zum Düngen eignen sich Komposterde oder organischer Gemüsedünger, die man einmal im Jahr verabreichen kann, aber nicht muss. Mein Oregano wuchert schon seit Jahren im Beet, ohne das ich ihn jemals gedüngt hätte.

Die Winterhärte richtet sich nach der jeweiligen Sorte, deren Frostverträglichkeit zwischen -10 und -20 °C liegt. Pauschal kann man sagen, dass die buntlaubigen empfindlicher sind als die rein grünen.

Oregano im Topf

Für die Kultur im Balkonkasten oder Kübel, verwendet man am besten eine kompakt wachsende Sorte, wie zum Beispiel „Compactum“.

Als Substrat eignet sich Gemüse- oder Kräutererde, pur oder mit Sand aufgelockert. Die Mischungen für Blumen- oder Kübelpflanzen enthalten zumeist Kunstdünger.

Während der heißen Sommerwochen kann, vor allem bei großen Exemplaren mit viel Blattmasse, tägliches gießen angesagt sein.

Im Winter wird nur an frostfreien Tagen gegossen. Achtung: Auch gefrorene Erde kann austrocknen.

Oregano im Topf